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Open Space Performunion

 


Das Open Space Berlin ist dem Berliner Publikum und KünstlerInnen aus dem In- und Ausland als freies Kulturprojekt, das von 1998- 2006 in den Ladenräumen des exbesetzten Hauses in der Adalbertstr.32 zu Hause war, bestens bekannt.

Der Name Open Space ist zugleich unser Konzept, da wir noch immer eine Utopie der „collective creation“ arbeiten. Beeinflusst von der New Yorker East Village Avantgarde der späten 80iger und frühen 90iger Jahren transportierten wir die Idee von „artists present artists- Künstler präsentieren Künstler“ zuerst in den posttechno Kosmos von Berlin, als Gegengewicht zu dem boomenden aber künstlerisch immer mehr verblassenden Galerieszene und etablierten freien Theaterghettos in Mitte. Wir wollten an einem künstlerischen Konzept arbeiten, welches eine notwendige permanente Erneuerung der Kunst zum Ziel hat .

In Tat gelang es eine stark international frequentierte Kontaktplattform von Kunstschaffenden zu aktivieren und einem Publikum, das nicht frei von radikalen politischen Ideen war (und diese auch einbringen konnte), vorzustellen.#

Es fanden zahlreiche Ausstellungen, Konzerte, Volksküchen, Festivals, Film und Kunstnächte, Performance Orgien, Straßentheater in den eigenen Räumen, in der ganzen Stadt und im In und Ausland statt (Open Space in outer Space)

Darüber hinaus war das Open Space Kiezladen, Gastgeber des SoTo Do Festivals, Veranstaltungs- und Plenumsort für Initiativen wie dem Transgenialen CSD und das Laydyfest, bot Raum für eine Bandbreite politischer Veranstaltungen, angefangen von den Mauersympathisanten bis zu den Berliner G8 treffen.

Aufgrund nicht enden wollender bürokratischer Hürden die uns 2006 durch das Wirtschaftsamt des Bezirks Mitte in den Weg gelegt wurden, hatten wir uns entschieden uns von unserem Veranstaltungsraum zu trennen.

Bei dem Versuch eine Dokumentation über den 8-jährigen Prozess des Open Space in gedruckter Form herzustellen, stellten wir fest, dass die zahlreichen Kontakte die wir geknüpft hatten, sich inzwischen zu tragfähigen Kulturbrücken entwickelt hatten und die Idee von Open Space noch lange nicht tot ist. Das berauschende Feedback auf unsere Einladung zu einem internationalen Festival wird nun im Rahmen des 1. Open Space Festival mit einer großartigen Ausstellung und einem höchst ambitioniertem Live- Programm zu erleben sein!

Michael Steger, Artistic Director


Open Space Performunion ist ein Reaktor, in dem dem zeitgenössische Kunst sich verdichtet und destilliert, um neue Visionen zu gewinnen. „Allzeit Spielbereit!“ ist die Losung unter der sich die Künstler/innen verschrieben haben mittels der Kunst den öffentlichen Raum zu transformieren.
Die Open Space Performunion steht als Synonym der Künstler/innen aus dem Netzwerk des Open Space, die kollektiv an einem künstlerischen Konzept arbeiten, mit dem Ziel der notwendigen permanenten Erneuerung der Kunst. Die Künstler/innen der Performunion sind außerhalb der Gruppe selbständig in Ihrer künstlerischen Arbeit und kommen aus verschiedensten Bereichen: Musik, Theater, bildende Kunst.

 
Die Performance gibt Ihnen die Möglichkeit gewohnte Pfade zu verlassen, neue künstlerische Risiken einzugehen, verschiedene Kunstformen in einem alchemischen Prozess zu verschmelzen, um Genregrenzen zu überspringen und so zu neuen Ergeb-nissen zu gelangen.
Die Idee der Open Space Performunion entstand spontan aufgrund einer kollektiven Einladung der KünstlerInnen des Open Space nach Estland auf das internationale Performance Festval „Diverse Universe“ organisiert durch durch die international renommierte Akademia Non Grata 2005