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Andreas Stadler
Als Sohn einer Metzgerei und Schuhmacherei Familie in Oberbayern aufgewachsen, kam ich 2000 nach Berlin. Meine Berufe hängte ich an den Nagel und besuchte eine Schauspielschule für 3 Semester – Berliner Schule für Schauspiel - . Seit 2000 arbreite ich ehrenamtlich im Verein Kleingeist e.V. im Kulturbereich der Lokalität Open Space. Hier sammelte ich meine ersten Ehrfahrungen im Schauspiel. Zusammen mit Philip Brehse und Michael Steger arbeitete ich viel in Berlin, u.a. auch in Polen, Finnland und Estland.
Es macht mir Spaß im inneren meiner Selbst etwas zu suchen, zu finden und es auf der Bühne zu leben. Schauspiel hat für mich nichts mit Spielen zu tun, sondern vielmehr mit Erleben und es solle der Unterhaltung dienen. Da ich auch in der Performancekunst seit 2005 einiges gemacht habe, habe ich meiner Improvisationsgabe und meiner Spontanität neue Impulse setzen können, bzw. viel Inspiration erhalten, die mir als Schauspieler neue Möglichkeiten und Wege eröffneten.
Bitte verstehen Sie die beiden Kunstformen als nebeneinander existierend und nicht als höher qualifizierter und unter qualifizierter Kunst an. Für mich ist es zwar wesentlich schwieriger eine Figur/ eine Rolle über ein Stück lang zu sein, als auf der Bühne in meiner Person etwas darzubieten, darzustellen oder zu zeigen und dennoch ist die Performance eine Kunst die so wertvoll und notwendig ist wie das Theater. Die Performance unterliegt weniger oder gar keiner Regel und es bedarf auch keine sog. Bühnenspannung oder Dramaturgie. Sie ist daher ein Stück offener und freier für mich. Freiheit verspüre ich dann wenn ich eine Grenze überschreite. Als ich vom Schauspiel zur Performance kam, durchbrach ich eine Grenze über die Möglichkeiten auf der Bühne sein zu können. Ideen auszuprobieren die nun mal nichts mit Theater zu tun haben und trotzdem auch eine Bühne beanspruchen.
Was ist Performance? Diese Frage ist so unendlich, wie die Frage, was ist Kunst. Im Theater gibt es viele verschiedene Spielweisen, aber in einigen Punkten ist man sich einig. Was Kunst ist und was nicht, entscheide ich allein, und jeder für sich. Alles Andere ist alles Andere.
Als Künstler habe ich eine hohe Verantwortung, nicht nur der Gesellschaft gegenüber, sondern auch der Kunst gegenüber, die man sich in ständiger Kritik und Hinterfragung immer wieder neu ins Bewusstsein holen muss.
Die Kunst gibt mir das Gefühl ein Teil vom Ganzen sein zu dürfen, ohne dass ich mich biegen muss.
Dafür bin ich sehr dankbar.
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