open space festival of free arts 12-28.10.07
5. Oktober 2007Das Open Space Berlin lädt ein zu einem außergewöhnlichen Kunstspektakel,
dem Open Space Festival of Free Arts!

Vom 12.-28.10.2007 kann der staunende Besucher allerlei schöpferische Prozesse live miterleben. Feste Ausstellungsflächen ergänzen freien Raum für ungezügelte künstlerische Experimente.
KünsterInnen aus der ganzen Welt stellen aus, vor und dar. Jeden Freitag bis Sonntag finden Performances aus den Bereichen Theater, Videokunst, Live-Hörspiel, Film und vielem anderen mehr statt.
Detaillierte Informationen über das Programm und die Ausstellung unter:
www.openspace32.de
www.performunion.de
Veranstaltungsort ist die Fasslagerhalle im Prenzlauer Berg
Gewerbehof in der alten Königsstadt
Haus A, Saarbrücker Str. 24
10405 Berlin
am U-Bahnhof Senefelder Platz.
Eintritt: 5. – Euro, erm. 4.—Euro Tageskarte inkl. Abendveranstaltungen
Tickets unter info@openspace32.de Telefon: +4930 234 59 820
Open Space Festival of Free Arts
Beschreibung
Das Open Space Festival of Free Arts ist dem Austausch von Kulturen und dem Zusammentreffen von Künstlern aus Europa, Asien und Amerika mit der Berliner Öffentlichkeit gewidmet.
Es beschäftigt sich mit einer subversiven Kunst, die ihren Raum aus einem Geist heraus beansprucht, den man schwerlich in anderen Veranstaltungen in dieser Saison finden wird.
Der Raum als Thema, erlaubt den Künstlern damit zu spielen, Konzeptfreiheit als Vereinbarung.
Künstler präsentieren Künstler:
Für die Zeit des Festivals schaffen wir einen offenen Raum in der Form einer grandiosen Akademie der Autodidakten (ausgebildeter selbstverständlich), das heißt, individuelles Agieren im Kollektiv und Ausprobieren, was wir noch nicht können.
In diesem alchemischen Prozess werden wir den goldenen Käfig der Genres und Sujets einschmelzen und die Kunst vom Werk befreien. Es geht nicht um Arbeit, vielmehr um Schöpfung.
Wir wollen das absolut Zeitgenössische zeigen und aus dem gefühlten Gefrierschrank kultureller Institutionalisierung ausbrechen: Freie Kunst! So rufen wir auf die Bühne!
Wer kann, stellt aus, performt, spielt, singt, springt, fällt, explodiert, spricht aus, was ausgesprochen werden muss.
Feste Ausstellungsflächen verbinden sich mit freiem Raum, welcher jeden Tag neu inszeniert werden wird. Von Freitag bis Sonntag kann der Besucher verschiedene Performances erleben.
Einige Highlights aus dem Programm:
Mit Spannung erwarten wir eine große Ausstellung von Malerei und Installationen der Akademia Non Grata (Estland), welche in Berlin zum erstenmal zu sehen sein wird. Mit einem furiosem Spektakel werden sie das Festival eröffnen.
Das Open Space agiert inzwischen international erfolgreich als Performunion. Sie werden die Atmenden Räume eine einzigartige pneumatische Installation von Alfredo Sciuto bespielen und ihre neueste Theaterproduktion „buffo“ nach Majakowskis „Mysterium Buffo“, Regie Philip Brehse, vorstellen.
Darüber hinaus bringen wir zwei weitere brandneue Theaterproduktionen auf die Bühne: „Glück ist nicht immer lustig „ nach R. W. Fassbinder, Regie Arno Kleinofen von ensemble öffentliche Leben / Agentur Mir und ein live Hörspiel frisch aus Wien:“Die Nächste“ nach Arthur Schnitzler mit Amalia Altenburg und dem Ensemble a-d-a-p-t-e-r.
Knut Remond (Schweiz) lädt Performer und Publikum mit dem audiovisuellen Projekt „Geisterobservatorium“ zum Geitserball um 24:00 Uhr.
Filmische und fotographische Eindrücke aus dem heutigen China vermittelt das Projekt “Qindao: open spaces_layered cultures” eine Foto- und Videoinstallation von Schleifspur. Büro für ungehobelte Ansichten (Antje Budde (Toronto) und Martin Kulinna (Brandenburg)
Zwei artverwandte Festivals praesentieren sich auf dem Open Space Festival of Free Arts und schicken ihre Künstler nach Berlin: Der gleichzeitig stattfindende International Congress of Performaning Arts (Innsbruck)
der virtuellen Gallery SoToDo und das sitespecific Raciborski Festival Sztuki / Body. Spirit. Urban (21-23 September 2007). ist mit der Videoinstallation „ A town which doesen`t exist anymore” und der „Performance Live Act for Germany” von Mateusz Iwulski / Klaudyna Malinowska (Polen) vertreten.
New York meets Berlin ist eine lange Nacht des Films über das legendäre Living Theatre und die heutige Avantgarde des East Village. Karin Kaper Film zeigt ihre Produktion „Resist“ (2003), und featured “The Brig“ von Jonas Mekas (1964). Darüber hinaus haben wir ganz frisches Videomaterial der aktuellen Theaterproduktion „The Brig“ aus dem ebenfalls nagelneuen Theater des Living`s in der Clinton St. in New York mitgebracht.
Die Gastgeber stellen sich vor:
Das Open Space Berlin ist dem Berliner Publikum und KünstlerInnen aus dem In- und Ausland als freies Kulturprojekt, das von 1998- 2006 in den Ladenräumen des exbesetzten Hauses in der Adalbertstr.32 zu Hause war, bestens bekannt.
Der Name Open Space ist zugleich unser Konzept, da wir noch immer eine Utopie der „collective creation“ arbeiten. Beeinflusst von der New Yorker East Village Avantgarde der späten 80iger und frühen 90iger Jahren transportierten wir die Idee von „artists present artists- Künstler präsentieren Künstler“ zuerst in den posttechno Kosmos von Berlin, als Gegengewicht zu dem boomenden aber künstlerisch immer mehr verblassenden Galerieszene und etablierten freien Theaterghettos in Mitte. Wir wollten an einem künstlerischen Konzept arbeiten, welches eine notwendige permanente Erneuerung der Kunst zum Ziel hat.
In Tat gelang es eine stark international frequentierte Kontaktplattform von Kunstschaffenden zu aktivieren und einem Publikum, das nicht frei von radikalen politischen Ideen war (und diese auch einbringen konnte), vorzustellen.#
Es fanden zahlreiche Ausstellungen, Konzerte, Volksküchen, Festivals, Film und Kunstnächte, Performance Orgien, Straßentheater in den eigenen Räumen, in der ganzen Stadt und im In und Ausland statt (Open Space in outer Space)
Darüber hinaus war das Open Space Kiezladen, Gastgeber des SoTo Do Festivals, Veranstaltungs- und Plenumsort für Initiativen wie dem Transgenialen CSD und das Laydyfest, bot Raum für eine Bandbreite politischer Veranstaltungen, angefangen von den Mauersympathisanten bis zu den Berliner G8 treffen.
Aufgrund nicht enden wollender bürokratischer Hürden die uns 2006 durch das Wirtschaftsamt des Bezirks Mitte in den Weg gelegt wurden, hatten wir uns entschieden uns von unserem Veranstaltungsraum zu trennen.
Bei dem Versuch eine Dokumentation über den 8-jährigen Prozess des Open Space in gedruckter Form herzustellen, stellten wir fest, dass die zahlreichen Kontakte die wir geknüpft hatten, sich inzwischen zu tragfähigen Kulturbrücken entwickelt hatten und die Idee von Open Space noch lange nicht tot ist. Das berauschende Feedback auf unsere Einladung zu einem internationalen Festival wird nun im Rahmen des 1. Open Space Festival mit einer großartigen Ausstellung und einem höchst ambitioniertem Live- Programm zu erleben sein!
Michael Steger, Artistic Director